Liebe Kolleginnen und Kollegen,
immer mehr Kolleginnen und Kollegen fordern uns in den Betrieben auf, dass die IG Metall etwas gegen den drohenden Kahlschlag bei sozialen Standards macht.
Dies greifen wir jetzt auf und werden am 10.07.2026 gemeinsam mit dem DGB und ver.di zu einer großen Kundgebung und Demo nach Ulm aufrufen.
Treffpunkt wird 17:00 Uhr auf dem Weinhof sein. Nach dem Auftakt werden wir eine Demo durch Ulm machen und eine Abschlusskundgebung wieder auf dem Weinhof abhalten.
Jetzt gilt es, nicht nur über die Politik und deren Entscheidungen meckern, sondern für unsere Position auf die Straße gehen.
ROTE KARTE DEM KAHLSCHLAG
Sie wollen kürzen. Wir sollen zahlen. Die Reichen bleiben verschont.
Ob Gesundheit, Rente, Pflege oder 8 Stunden Tag: Quer durch das Sozial- und Gesundheitswesen sollen Leistungen gekürzt und Rechte abgebaut werden.
Wir sollen noch länger und mehr arbeiten. Wir sollen noch später in Rente. Man gibt uns weniger Sicherheit und weniger Rechte.
So wird unser Sozialstaat kaputtgespart, während Superreiche und große Vermögen, wirtschaftliche Eliten, einkommensstarke Personengruppen und eine Reihe privilegierter Beschäftigtengruppen nicht an der Finanzierung des Sozialstaats beteiligt werden sollen.
Das ist ungerecht und inakzeptabel!
Die Reformideen bringen so eine noch stärkere Spaltung der Gesellschaft mit sich! Und die Debatte ist giftig und gefährlich.
Der Sozialstaat ist keine Last – er ist unsere Lebensgrundlage und stiftet sozialen Frieden für alle.
Wir fordern:
Respekt: 8 Stunden sind genug. Mehr Zeit zum Leben
Anstand: Für eine Rente, die für alle zum Leben reicht
Würde: Gute und bezahlbare Pflege für alle
Gesundheit: für alle bezahlbar
Sicherheit: Investition in soziale Sicherheit, in gute Arbeit und in öffentlich Daseinsvorsorge
Solidarität statt Spaltung
Erster Warnstreik bei 247TailorSteel Süd GmbH in Langenau
Belegschaft setzt ein starkes Zeichen für gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen
Langenau, 05. März 2026 – Zum ersten Mal in der Geschichte des Standortes Langenau haben die Beschäftigten der 247TailorSteel Süd GmbH heute ab Mittag ihre Arbeit niedergelegt. Mit ihrer Teilnahme am Warnstreik setzten die Kolleginnen und Kollegen ein deutliches Signal für ihre Forderungen nach gerechten Löhnen, fairen Arbeitsbedingungen und einem Tarifvertrag.
Vor dem Betriebsgelände machten die Beschäftigten am Mittag unmissverständlich klar: Ohne eine verlässliche tarifliche Grundlage und verbesserte Rahmenbedingungen sehen sie keine Perspektive für eine nachhaltige und faire Arbeitskultur im Unternehmen.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen zeigen heute eindrucksvoll, dass sie bereit sind, gemeinsam für ihre Rechte einzustehen. Die hohe Streikbeteiligung unterstreicht die Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation und den berechtigten Wunsch nach einem Tarifvertrag“, betonte Maja Wieland von der IG Metall Ulm.
Mit großem Zusammenhalt und klarer Haltung ließen die Beschäftigten keinen Zweifel daran: Sie stehen auf, zeigen Haltung und fordern Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit.
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Tausende setzen ein Zeichen: Ulm stark vertreten auf der Stuttgarter Kundgebung
Unter dem Motto „Zukunft braucht Menschen, Menschen brauchen Zukunft“ waren über 7.000 in der Stuttgarter Innenstadt am 28. Februar auf der Kundgebung, um sich für Zukunftsinvestitionen, soziale Sicherheit, starke Kommunen und den Erhalt von Industriearbeitsplätzen einzusetzen! Wenn es um sichere Arbeitsplätze, starke Kommunen, den Schutz des Sozialstaats und gute Arbeitsbedingungen geht, stehen die IG Metallerinnen und IG Metaller in den Betrieben solidarisch zusammen. Besonders stark vertreten waren die Kolleginnen und Kollegen der Ulmer Region, um sich nicht nur ihre Region, sondern für den Industriestandort Deutschland einzusetzen. Die Ulmer Kolleginnen und Kollegen starteten mit einem Demozug in Ulm und versammelten sich auf dem Schlossplatz mit dem IG Metall und ver.di Kolleginnen und Kollegen aus ganz Baden-Württemberg zur Kundgebung. Anschließend setzte sich die Menge zu einem Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt in Bewegung und beendete den Aktionstag mit dem Aufsteigen von 1000 roten Luftballons.